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S t r e c k e Ehemalige Werkbahn Weetzen - Bredenbecker Kalkwerke im Deister
Diese 6,9 km lange normalspurige Strecke erschloss die Verbindung vom Bahnhof Weetzen (Anschluss Fa. Mävers) zum Bredenbecker Kalkwerk. Sie wurde 1890 eröffnet und verlief wie folgt:
Der ehemalige Streckenverlauf lässt sich anhand der Preußischen Landesaufnahme um 1900 im Niedersachsen-Navigator des LGN rekonstruieren (siehe unten). Außerdem wird man auf den Seiten des ehemaligen Baugeschäfts Henry Zieseniss aus Gehrden in Form von 3 Landkarten fündig, auf denen diese Strecke verzeichnet ist. Folgende Lokomotive kam zwischen Weetzen und den Kalkwerken zum Einsatz:
Von den Bredenbecker Kalkwerken aus führte eine weitere Bahn mit 820 mm Spurweite zu den Kalkbrüchen und der Kohlengrube 'Gute Hoffnung'. Wenn man genau hinsieht erkennt man auch heute noch ein paar Überbleibsel (siehe unten). Lokomotiven im Deister:
Im Jahr 1924 wurde das Kalkwerk geschlossen und abgebaut, und mit ihm der Bahnanschluss. Auf der vorhandenen Trasse wurde danach noch eine Feldbahn mit 600 mm Spurweite vom Bredenbecker Gut zur Fa. Mävers nach Weetzen betrieben, über die bis 1951 Rüben transportiert wurden (siehe Bericht unten). Lokomotive war hier vermutlich:
An Eisenbahnrelikten lässt sich heute vor Ort nicht mehr viel finden, nur noch eine kleine Brücke bei Weetzen und eine bei Evestorf lassen auf die Strecke schließen. Die Evestorfer Brücke wurde inzwischen durch einen Neubau zur Nutzung als Wirtschaftsweg ersetzt. Die Trassenführung ist - vor allem in der letzten Kurve im Wald vor dem Kalkwerk - bei genauem Hinsehen noch zu erahnen.
Erinnerungen eines Zeitzeugen: Auf fast derselben Trasse verlief bis etwa 1951/52 eine Feldbahn für den Zuckerrübentransport vom Rittergut Bredenbeck zur Fa. Mävers nach Weetzen. Die Gleise waren, wie bei einer Feld- oder Torfbahn üblich, in Schmalspur ausgeführt. Abweichend von der unten gezeigten Karte verliefen diese Gleise von Evestorf bis Weetzen durchgehend westlich der Bundesstraße 217, am Straßenabzweig nach Sorsum kreuzten die Schienen die Fahrbahn ohne Andreaskreuze und sonstige Sicherungseinrichtungen. Zur Rübenkampagne kam eine Feldbahnlok mit Lorenwagen zum Einsatz. Nach Einstellung des Rübenverkehrs wurde die Strecke abgebaut, allerdings lagen die Gleise in der Straße von Bredenbeck nach Argestorf noch bis in die 60er Jahre. Quelle: A. Ehrenstein - vielen Dank!
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